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Verstaubte Verkehrskonzepte machen krank

Moderne Mobilität schafft Lebensqualität

E-Mobilität, selbstfahrende Autos, intelligente Leitsysteme – neue Mobilitätskonzepte könnten es möglich machen, die hohe Lebensqualität der Stadt optimal zu genießen. Doch die städtische Verkehrsplanung dreht sich noch immer hauptsächlich ums Auto, statt Alternativen anzubieten: Bodennahe Abgase verursachen langanhaltenden Schaden an den Lungen unserer Kinder1, Lärm2 und Staus erzeugen Stress und kosten viel Zeit3.

Die Luftqualität in vielen europäischen Städten ist vom Verkehr bereits arg beeinträchtigt4, 5. Paris kann überhaupt nur noch durch Fahrverbote Schaden von den Menschen fernhalten6. Und auch in Österreich spitzt sich die Situation zu: Die Belastung durch Stickoxide und Feinstaub liegt häufig über den Grenzwerten7, die Staus werden länger.

Handeln wir jetzt. Holen wir die Verkehrsplanung in die Gegenwart.

  • Auf die Region zugeschnittene Maßnahmen
  • Vollständiger Umstieg auf E-Mobilität bis 2030
  • Attraktive und leistbare Angebote für Öffis
  • Ausbau eines attraktiven Radwegenetzes

Fordern Sie moderne, saubere Mobilität! Unterzeichnen Sie jetzt die Petition!

„Diese Woche ist die Luft so dick in der französischen Hauptstadt, dass die Dunstglocke die Spitze des Eiffelturms umhüllt. Das lässt Allergiker und Asthmatiker um Atem ringen, gefährdet vor allem Kinder und alte Menschen.“

Süddeutsche Zeitung, 7. Dezember 2016

Jetzt Petition unterzeichnen!

Fordern Sie die Bundesregierung auf, ein modernes und umweltbewusstes Verkehrs- und Mobilitätspaket umzusetzen.

* Pflichtfelder. Der Petitionstext im Wortlaut. Durch das Abschicken des Formulars erlauben Sie Greenpeace, Sie zu kontaktieren. Wir achten auf Ihre Privatsphäre, näheres finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen.

Petitionstext

Holen wir die Verkehrsplanung in die Gegenwart, bevor nur noch Notfallmaßnahmen greifen. Fordern wir moderne, saubere Mobilität! Unterzeichne jetzt die Petition!

Sehr geehrte Bundesregierung,

der Verkehrssektor, insbesondere der motorisierte Individualverkehr (MIV), ist mit 28,5% einer der Hauptverursacher von Treibhausgas-Emissionen. Er ist auch – vor allem durch die Dieselverbrennung – hauptverantwortlich für erhöhte Luftschadstoffwerte in Städten und an stark befahrenen Straßen, welche die Gesundheit aller, vor allem aber der Kinder, beeinträchtigen.

Deshalb fordert Greenpeace ein umfassendes Verkehrs- und Mobilitätspaket, das es allen Menschen ermöglicht, ohne eigenes Auto mobil zu sein. Dies soll vorerst über Anreize (Förderungen von E-Mobilität, Ausbau öffentlicher Netze, Aufwertung von Radfahren und Zufußgehen, steuerliche Anreize) geschehen; wenn dies nicht greift, sollen die Lenkungseffekte durch Regelungen und Gesetze verstärkt werden.

Aufwertung des öffentlichen Verkehrs in allen Landesteilen

Verbindung von Siedlungen innerörtlich durch Busse oder Anruftaxis, Verdichtung der Haltestellen in größeren Gemeinden, Verbindungen aller Gemeinden an Regionale Zentren in kurzen Takten, Verbindungen zwischen regionalen und überregionalen Zentren, österreichweiter Taktfahrplan, Ausbau von Nachtverbindungen. Wo möglich, sollen Lösungen auf Schiene vorgezogen werden. Einrichtung eines Österreichtickets um 800€.

Verbesserungen für Radverkehr und Fußgänger

Einrichtung eines Fonds von 100 Millionen Euro für Projekte fußgänger- und radfahrerfreundlicher Infrastruktur: Begegnungszonen, Radwegnetze nach Vorbild Kopenhagens, bedarfsorientierte Abstellanlagen. In der Planung Vorrang für Fuß- und Radverkehr vor MIV, auch durch verbindliche Änderungen der StVO. Verbesserung der Mitnahme von Rädern im Zug.

Reform der Pendlerpauschale

Pendlerpauschale „groß“ für Pendeln ausschließlich mit öffentlichem Verkehr, Rad und zu Fuß bzw. für AutofahrerInnen, die nachweislich aufs Auto angewiesen sind. Pendlerpauschale „klein“ für Benutzung des Autos, wo öffentlicher Verkehr zumutbar ist. Mögliches Splitting für gemischte Nutzung.

Förderung von E-Mobilität und Abkommen von Verbrennungsmotoren

Ziel: Anteil von mindestens 20% der Neuzulassungen 2020 mit elektrischem Antrieb, 100% bis 2030. Ankaufprämie des Bundes für E-Bikes nach dem Modell der Ankaufprämie für PKW, Förderung von PKW mit E-Antrieb bis Preisparität erreicht ist. Förderung des Betreibens von E-Fahrzeugen durch Freigabe von Busspuren für mehrfach besetzte Fahrzeuge u. bevorzugte Parkregelungen. Förderung von E-Carsharing-Systemen. Parallel Förderung von Forschung und Entwicklung neuer Antriebe. Bei weiterer Verschlechterung der Luftqualität Zufahrtsverbot für Dieselfahrzeuge in Städten ab 2025.

Verlagerung des Güterverkehrs auf die Schiene

Flächendeckende LKW-Maut inklusive Klein-LKW unter 3,5 Tonnen.

Steuerliche Anreize durch umschichtende (nicht mehrbelastende) Maßnahmen

Angleichung der MöSt auf Diesel in zwei Schritten um jeweils 4 Cent auf das Niveau von Benzin, Indexierung der MöSt zur Vermeidung inflationsbedingter Senkung. KFZ-Steuer wird statt auf Basis PS nach CO2-Ausstoß ermittelt. Die Mehreinnahmen kommen oben genannten Maßnahmen zugute. Steuerliche Begünstigungen für Car-Sharing, Reform der NoVa, um Anreize für Anschaffung CO2-armer Autos, insbes. E-Autos, zu schaffen. Evaluierung und ökologische Reform steuerlicher Begünstigung von Firmenwagen. Ausweitung der Kerosinsteuer auf alle Flüge, Umsatzsteuer auf Flugtickets. Umstellung der Autobahnvignette auf km-abhängige Maut.


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