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Der Vergleich anhand sieben verhehrsrelevanter Kriterien

Das Städte-Ranking für Mobilität

Spätestens seit dem Pariser Klimaabkommen im Dezember 2015 ist Klimaschutz eines der wichtigsten Themen - sowohl auf nationaler als auch internationaler Agenda. Von besonderer Bedeutung ist in diesem Zusammenhang der Verkehrssektor, der ungefähr ein Drittel der österreichischen Treibhausgasemissionen ausmacht. In diesem Bereich ist ein deutlicher Anstieg (57,6%) seit 1990 zu verzeichnen. Bei fast allen anderen relevanten Sektoren sanken die Emissionen im gleichen Zeitraum hingegen. Neben den klimarelevanten Auswirkungen ist der Verkehrssektor auch im Zusammenhang mit weiteren Luftschadstoffen, sowie Lärm, Flächenverbrauch, Zerschneidung von Ökosystemen und Unfallrisiko relevant.

Angelehnt an das “European City Ranking” hat Greenpeace die neun österreichischen Landeshauptstädte gereiht. Neben einer Gesamtwertung, werden die Städte in sieben verkehrsrelevanten Kategorien verglichen:

  • Verkehrsmittelwahl (Modal Split)
  • Luftqualität
  • Radverkehr
  • Öffentlicher Verkehr
  • Parkraumbewirtschaftung, Fußgängerfreundlichkeit
  • Alternativer Individualverkehr

Das Resultat

Wien schneidet in der Gesamtwertung des Rankings mit der Note “Gut” am besten ab. Ein “Sehr gut” konnte nicht vergeben werden. Bregenz und Eisenstadt erhalten die zweitbeste Bewertung. Sie erhalten – wie auch Innsbruck, St. Pölten, Salzburg, Klagenfurt und Linz – die Note “Befriedigend”. Das Schlusslicht im Ranking bildet Graz mit einem “Ausreichend”.

Jetzt Petition unterzeichnen!

Fordern Sie die Bundesregierung auf, ein modernes und umweltbewusstes Verkehrs- und Mobilitätspaket umzusetzen.

* Pflichtfelder. Der Petitionstext im Wortlaut. Durch das Abschicken des Formulars erlauben Sie Greenpeace, Sie zu kontaktieren. Wir achten auf Ihre Privatsphäre, näheres finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen.

Petitionstext

Ein Vergleich anhand sieben verkehrsrelevanter Kriterien

Sehr geehrte Bundesregierung,

der Verkehrssektor, insbesondere der motorisierte Individualverkehr (MIV), ist mit 28,5% einer der Hauptverursacher von Treibhausgas-Emissionen. Er ist auch – vor allem durch die Dieselverbrennung – hauptverantwortlich für erhöhte Luftschadstoffwerte in Städten und an stark befahrenen Straßen, welche die Gesundheit aller, vor allem aber der Kinder, beeinträchtigen.

Deshalb fordert Greenpeace ein umfassendes Verkehrs- und Mobilitätspaket, das es allen Menschen ermöglicht, ohne eigenes Auto mobil zu sein. Dies soll vorerst über Anreize (Förderungen von E-Mobilität, Ausbau öffentlicher Netze, Aufwertung von Radfahren und Zufußgehen, steuerliche Anreize) geschehen; wenn dies nicht greift, sollen die Lenkungseffekte durch Regelungen und Gesetze verstärkt werden.

Aufwertung des öffentlichen Verkehrs in allen Landesteilen

Verbindung von Siedlungen innerörtlich durch Busse oder Anruftaxis, Verdichtung der Haltestellen in größeren Gemeinden, Verbindungen aller Gemeinden an Regionale Zentren in kurzen Takten, Verbindungen zwischen regionalen und überregionalen Zentren, österreichweiter Taktfahrplan, Ausbau von Nachtverbindungen. Wo möglich, sollen Lösungen auf Schiene vorgezogen werden. Einrichtung eines Österreichtickets um 800€.

Verbesserungen für Radverkehr und Fußgänger

Einrichtung eines Fonds von 100 Millionen Euro für Projekte fußgänger- und radfahrerfreundlicher Infrastruktur: Begegnungszonen, Radwegnetze nach Vorbild Kopenhagens, bedarfsorientierte Abstellanlagen. In der Planung Vorrang für Fuß- und Radverkehr vor MIV, auch durch verbindliche Änderungen der StVO. Verbesserung der Mitnahme von Rädern im Zug.

Reform der Pendlerpauschale

Pendlerpauschale „groß“ für Pendeln ausschließlich mit öffentlichem Verkehr, Rad und zu Fuß bzw. für AutofahrerInnen, die nachweislich aufs Auto angewiesen sind. Pendlerpauschale „klein“ für Benutzung des Autos, wo öffentlicher Verkehr zumutbar ist. Mögliches Splitting für gemischte Nutzung.

Förderung von E-Mobilität und Abkommen von Verbrennungsmotoren

Ziel: Anteil von mindestens 20% der Neuzulassungen 2020 mit elektrischem Antrieb, 100% bis 2030. Ankaufprämie des Bundes für E-Bikes nach dem Modell der Ankaufprämie für PKW, Förderung von PKW mit E-Antrieb bis Preisparität erreicht ist. Förderung des Betreibens von E-Fahrzeugen durch Freigabe von Busspuren für mehrfach besetzte Fahrzeuge u. bevorzugte Parkregelungen. Förderung von E-Carsharing-Systemen. Parallel Förderung von Forschung und Entwicklung neuer Antriebe. Bei weiterer Verschlechterung der Luftqualität Zufahrtsverbot für Dieselfahrzeuge in Städten ab 2025.

Verlagerung des Güterverkehrs auf die Schiene

Flächendeckende LKW-Maut inklusive Klein-LKW unter 3,5 Tonnen.

Steuerliche Anreize durch umschichtende (nicht mehrbelastende) Maßnahmen

Angleichung der MöSt auf Diesel in zwei Schritten um jeweils 4 Cent auf das Niveau von Benzin, Indexierung der MöSt zur Vermeidung inflationsbedingter Senkung. KFZ-Steuer wird statt auf Basis PS nach CO2-Ausstoß ermittelt. Die Mehreinnahmen kommen oben genannten Maßnahmen zugute. Steuerliche Begünstigungen für Car-Sharing, Reform der NoVa, um Anreize für Anschaffung CO2-armer Autos, insbes. E-Autos, zu schaffen. Evaluierung und ökologische Reform steuerlicher Begünstigung von Firmenwagen. Ausweitung der Kerosinsteuer auf alle Flüge, Umsatzsteuer auf Flugtickets. Umstellung der Autobahnvignette auf km-abhängige Maut.


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