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Das Land darf nicht zurückfallen

Holen wir auf – mit moderner regionaler Mobilität

Nicht alle Menschen können in der Stadt leben. Viele wollen das auch gar nicht, denn das Leben auf dem Land bietet viele Vorteile. Doch die Mobilität gehört nicht dazu: Schlechte Anbindung durch Öffis und weite Wege bedeuten, dass man um ein eigenes Auto meist nicht mehr herumkommt1 – und das belastet Geldbörse2 und Umwelt.

In den letzten Jahren wurden viele Linien öffentlicher Verkehrsmittel am Land eingestellt. Wenn überhaupt noch Bus oder Bahn vorhanden sind, so fahren sie meist viel zu selten. Gleichzeitig verlagert sich der Konsum in große Zentren, während die Ortskerne aussterben. So werden Einkäufe mühsam, gerade ältere Menschen sind isoliert.

Schauen wir nicht länger zu. Gestalten wir unser Land!

  • Regional zugeschnittene Verkehrskonzepte
  • Förderung von E-Mobilität besonders dort, wo auf Privatautos nicht verzichtet werden kann
  • Für jede Gemeinde gute öffentliche Verbindungen


Fordern Sie Anschluss für alle! Unterzeichnen Sie jetzt die Petition!

„Wissen Sie, das Auto wird bleiben. Aber es braucht Konkurrenz. Wir müssen nicht nur entschlossen umweltfreundlichere Autos entwickeln. Wir müssen auch rechtzeitig über neue Mobilitätskonzepte nachdenken.“

Der ehemalige deutsche Bundespräsident Horst Köhler im Focus, März 2010

Jetzt Petition unterzeichnen!

Fordern Sie die Bundesregierung auf, ein modernes und umweltbewusstes Verkehrs- und Mobilitätspaket umzusetzen.

* Pflichtfelder. Der Petitionstext im Wortlaut. Durch das Abschicken des Formulars erlauben Sie Greenpeace, Sie zu kontaktieren. Wir achten auf Ihre Privatsphäre, näheres finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen.

Petitionstext

Wir fordern ein modernes und umweltbewusstes Verkehrskonzept, das die Verbindungen auf dem Land massiv verbessert.

Sehr geehrte Bundesregierung,

der Verkehrssektor, insbesondere der motorisierte Individualverkehr (MIV), ist mit 28,5% einer der Hauptverursacher von Treibhausgas-Emissionen. Er ist auch – vor allem durch die Dieselverbrennung – hauptverantwortlich für erhöhte Luftschadstoffwerte in Städten und an stark befahrenen Straßen, welche die Gesundheit aller, vor allem aber der Kinder, beeinträchtigen.

Deshalb fordert Greenpeace ein umfassendes Verkehrs- und Mobilitätspaket, das es allen Menschen ermöglicht, ohne eigenes Auto mobil zu sein. Dies soll vorerst über Anreize (Förderungen von E-Mobilität, Ausbau öffentlicher Netze, Aufwertung von Radfahren und Zufußgehen, steuerliche Anreize) geschehen; wenn dies nicht greift, sollen die Lenkungseffekte durch Regelungen und Gesetze verstärkt werden.

Aufwertung des öffentlichen Verkehrs in allen Landesteilen

Verbindung von Siedlungen innerörtlich durch Busse oder Anruftaxis, Verdichtung der Haltestellen in größeren Gemeinden, Verbindungen aller Gemeinden an Regionale Zentren in kurzen Takten, Verbindungen zwischen regionalen und überregionalen Zentren, österreichweiter Taktfahrplan, Ausbau von Nachtverbindungen. Wo möglich, sollen Lösungen auf Schiene vorgezogen werden. Einrichtung eines Österreichtickets um 800€.

Verbesserungen für Radverkehr und Fußgänger

Einrichtung eines Fonds von 100 Millionen Euro für Projekte fußgänger- und radfahrerfreundlicher Infrastruktur: Begegnungszonen, Radwegnetze nach Vorbild Kopenhagens, bedarfsorientierte Abstellanlagen. In der Planung Vorrang für Fuß- und Radverkehr vor MIV, auch durch verbindliche Änderungen der StVO. Verbesserung der Mitnahme von Rädern im Zug.

Reform der Pendlerpauschale

Pendlerpauschale „groß“ für Pendeln ausschließlich mit öffentlichem Verkehr, Rad und zu Fuß bzw. für AutofahrerInnen, die nachweislich aufs Auto angewiesen sind. Pendlerpauschale „klein“ für Benutzung des Autos, wo öffentlicher Verkehr zumutbar ist. Mögliches Splitting für gemischte Nutzung.

Förderung von E-Mobilität und Abkommen von Verbrennungsmotoren

Ziel: Anteil von mindestens 20% der Neuzulassungen 2020 mit elektrischem Antrieb, 100% bis 2030. Ankaufprämie des Bundes für E-Bikes nach dem Modell der Ankaufprämie für PKW, Förderung von PKW mit E-Antrieb bis Preisparität erreicht ist. Förderung des Betreibens von E-Fahrzeugen durch Freigabe von Busspuren für mehrfach besetzte Fahrzeuge u. bevorzugte Parkregelungen. Förderung von E-Carsharing-Systemen. Parallel Förderung von Forschung und Entwicklung neuer Antriebe. Bei weiterer Verschlechterung der Luftqualität Zufahrtsverbot für Dieselfahrzeuge in Städten ab 2025.

Verlagerung des Güterverkehrs auf die Schiene

Flächendeckende LKW-Maut inklusive Klein-LKW unter 3,5 Tonnen.

Steuerliche Anreize durch umschichtende (nicht mehrbelastende) Maßnahmen

Angleichung der MöSt auf Diesel in zwei Schritten um jeweils 4 Cent auf das Niveau von Benzin, Indexierung der MöSt zur Vermeidung inflationsbedingter Senkung. KFZ-Steuer wird statt auf Basis PS nach CO2-Ausstoß ermittelt. Die Mehreinnahmen kommen oben genannten Maßnahmen zugute. Steuerliche Begünstigungen für Car-Sharing, Reform der NoVa, um Anreize für Anschaffung CO2-armer Autos, insbes. E-Autos, zu schaffen. Evaluierung und ökologische Reform steuerlicher Begünstigung von Firmenwagen. Ausweitung der Kerosinsteuer auf alle Flüge, Umsatzsteuer auf Flugtickets. Umstellung der Autobahnvignette auf km-abhängige Maut.


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