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Eine Woche E-Bike statt Auto

Familie Zellmann fährt E-Bike

Die Familie Zellmann wohnt am Stadtrand von Wien und pendelt täglich mit vier Autos ins Zentrum. Bis jetzt. Denn Greenpeace stellt den Zellmanns in Kooperation mit KTM fünf brandneue E-Bikes zur Verfügung. Die Aufgabe: Die Zellmanns müssen während der ORF-Schwerpunktwoche "Mutter Erde" in der Zeit vom 29. Mai bis 2. Juni alle Fahrten mit dem E-Bike erledigen. Die Autos dürfen während dieser Zeit nicht genutzt werden.

Die Zellmanns sind Opa Georg, Mama Nicole, Papa Christian und die Söhne Luca und Fabian. Bis auf Fabian, den Jüngsten, hat jedes Familienmitglied ein Auto. "Ohne geht’s hier draußen nicht" sagt Georg. Oder doch? Können die Zellmanns auf eine umwelt- und klimafreundliche Alternative zum PKW umsteigen? Greenpeace will feststellen, welche Vor- und Nachteile die Familie in unserem Feldversuch erlebt – stellvertretend für hunderttausende PendlerInnen in Österreich.

Denn die Zellmanns sind mit ihrer Liebe zum Auto nicht alleine: Drei Viertel aller Fahrten von und zur Arbeit werden in Österreich mit dem Auto erledigt. Die größte Pendlerdichte gibt es in den Speckgürteln und Ballungsräumen rund um die großen Städte.

Wenn der Umstieg auf umweltfreundliche Verkehrsmittel für Leute wie die Zellmanns möglich ist, können wir einen entscheidenden Beitrag zum Klimaschutz leisten.

Jetzt Petition unterzeichnen!

Holen wir die Verkehrsplanung in die Gegenwart! Fordern wir von der Bundesregierung Maßnahmen für eine nachhaltige Verkehrsplanung, die Förderung von E-Mobilität und einen Ausbau des Radwegenetzes!

* Pflichtfelder. Der Petitionstext im Wortlaut. Wir achten auf Ihre Privatssphäre, näheres finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen. Die Ein­willigung zur Kontakt­aufnahme können Sie jeder­zeit wider­rufen via E-Mail an service@greenpeace.at oder pos­talisch an Greenpeace in der Fernkorngasse 10, A-1100 Wien.

Petitionstext

Sehr geehrte Bundesregierung,

der Verkehrssektor, insbesondere der motorisierte Individualverkehr (MIV), ist mit 28,5% einer der Hauptverursacher von Treibhausgas-Emissionen. Er ist auch – vor allem durch die Dieselverbrennung – hauptverantwortlich für erhöhte Luftschadstoffwerte in Städten und an stark befahrenen Straßen, welche die Gesundheit aller, vor allem aber der Kinder, beeinträchtigen.

Deshalb fordert Greenpeace ein umfassendes Verkehrs- und Mobilitätspaket, das es allen Menschen ermöglicht, ohne eigenes Auto mobil zu sein. Dies soll vorerst über Anreize (Förderungen von E-Mobilität, Ausbau öffentlicher Netze, Aufwertung von Radfahren und Zufußgehen, steuerliche Anreize) geschehen; wenn dies nicht greift, sollen die Lenkungseffekte durch Regelungen und Gesetze verstärkt werden.

Aufwertung des öffentlichen Verkehrs in allen Landesteilen

Verbindung von Siedlungen innerörtlich durch Busse oder Anruftaxis, Verdichtung der Haltestellen in größeren Gemeinden, Verbindungen aller Gemeinden an Regionale Zentren in kurzen Takten, Verbindungen zwischen regionalen und überregionalen Zentren, österreichweiter Taktfahrplan, Ausbau von Nachtverbindungen. Wo möglich, sollen Lösungen auf Schiene vorgezogen werden. Einrichtung eines Österreichtickets um 800€.

Verbesserungen für Radverkehr und Fußgänger

Einrichtung eines Fonds von 100 Millionen Euro für Projekte fußgänger- und radfahrerfreundlicher Infrastruktur: Begegnungszonen, Radwegnetze nach Vorbild Kopenhagens, bedarfsorientierte Abstellanlagen. In der Planung Vorrang für Fuß- und Radverkehr vor MIV, auch durch verbindliche Änderungen der StVO. Verbesserung der Mitnahme von Rädern im Zug.

Reform der Pendlerpauschale

Pendlerpauschale „groß“ für Pendeln ausschließlich mit öffentlichem Verkehr, Rad und zu Fuß bzw. für AutofahrerInnen, die nachweislich aufs Auto angewiesen sind. Pendlerpauschale „klein“ für Benutzung des Autos, wo öffentlicher Verkehr zumutbar ist. Mögliches Splitting für gemischte Nutzung.

Förderung von E-Mobilität und Abkommen von Verbrennungsmotoren

Ziel: Anteil von mindestens 20% der Neuzulassungen 2020 mit elektrischem Antrieb, 100% bis 2030. Ankaufprämie des Bundes für E-Bikes nach dem Modell der Ankaufprämie für PKW, Förderung von PKW mit E-Antrieb bis Preisparität erreicht ist. Förderung des Betreibens von E-Fahrzeugen durch Freigabe von Busspuren für mehrfach besetzte Fahrzeuge u. bevorzugte Parkregelungen. Förderung von E-Carsharing-Systemen. Parallel Förderung von Forschung und Entwicklung neuer Antriebe. Bei weiterer Verschlechterung der Luftqualität Zufahrtsverbot für Dieselfahrzeuge in Städten ab 2025.

Verlagerung des Güterverkehrs auf die Schiene

Flächendeckende LKW-Maut inklusive Klein-LKW unter 3,5 Tonnen.

Steuerliche Anreize durch umschichtende (nicht mehrbelastende) Maßnahmen

Angleichung der MöSt auf Diesel in zwei Schritten um jeweils 4 Cent auf das Niveau von Benzin, Indexierung der MöSt zur Vermeidung inflationsbedingter Senkung. KFZ-Steuer wird statt auf Basis PS nach CO2-Ausstoß ermittelt. Die Mehreinnahmen kommen oben genannten Maßnahmen zugute. Steuerliche Begünstigungen für Car-Sharing, Reform der NoVa, um Anreize für Anschaffung CO2-armer Autos, insbes. E-Autos, zu schaffen. Evaluierung und ökologische Reform steuerlicher Begünstigung von Firmenwagen. Ausweitung der Kerosinsteuer auf alle Flüge, Umsatzsteuer auf Flugtickets. Umstellung der Autobahnvignette auf km-abhängige Maut.


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